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Schlechte Nachrichten für Miles & More Mitglieder – ohne Ankündigung hat Miles & More die Konvertierung von Bonuspunkten aus allen Hotelprogrammen eingestellt.

Bisher war es möglich gesammelte Bonuspunkte aller großen Hotelprogramme wie Marriott Bonvoy, Hilton Honors, Radisson Rewards oder World of Hyatt in Prämienmeilen bei Miles & More zu transferieren und dann dort für Prämienflüge mit Lufthansa oder Star Alliance Partnerairlines zu buchen. Nachdem Mitte der Woche View From Wing über eine temporäre Störung des Transfers von Marriott Punkten berichtete, bestätigten dies auch weitere Hotelprogramme: „Derzeit hat Miles & More beschlossen, die Umwandlung von Punkten in Meilen von bestimmten Treuepartnern zu unterbrechen“, heißt es dazu in einem Hyatt-Statement.

Auch Miles & More hat die Aussetzung mittlerweile bestätigt, ohne jedoch auf die tatsächlichen Gründe einzugehen. In einer kurzen Erklärung hieß es Freitagmittag lediglich:

„Miles & More hat die Konvertierungsmöglichkeiten aus Kundenbindungsprogrammen von bestimmten Partnerunternehmen eingestellt. Hintergrund sind regulatorische Gründe, aus denen sich Implikationen für das Miles & More Programm ergeben könnten.

Teilnehmer können auch weiterhin aus dem Miles & More Programm heraus bei den Partnern Prämienmeilen sammeln, etwa bei Übernachtungen oder mit den Lufthansa Miles & More Kreditkarten.

Die Anpassung umfasst ausschließlich die Konvertierungsmöglichkeiten, weitere Angebote der Partnerschaften sind nicht betroffen.“

Hintergrund ist die Klage eines Vielfliegers, der von Miles & More eine Auszahlung von 21.000 Euro für seine insgesamt rund 700.000 Miles & More Prämienmeilen fordert. Nach Meinung des Klägers sei das Miles & More-Programm ein E-Geld-Geschäft im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Miles & More weist diese Forderungen allerdings von sich. Nachdem Miles & More eine außergerichtliche Einigung abgelehnt hat, soll nun das Landgereicht Frankfurt entscheiden.

„Hintergrund ist, dass Miles & More sicher stellen muss, dass ihre Leistungen kein erlaubnispflichtiges E-Geldgeschäft im Sinne des deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) begründen. Wir können nicht völlig ausschließen, dass die Möglichkeit, Loyalitätspunkte eines Partnerunternehmens im Ausland direkt und entgeltlich zu erwerben, als E-Geldgeschäft angesehen werden könnte. Um sicher zu stellen, dass dies ausgeschlossen ist, ruhen alle Programme, die diese Möglichkeit eröffnen. Wir können gegenwärtig noch nicht einschätzen, wie lange unsere Einschätzung dauern wird. Diese Maßnahme schützt sowohl die Interessen unserer Teilnehmer, als auch die unserer Partnerunternehmen und, nicht zuletzt, die unsrigen.“

Erhält der Kläger Recht, so könnte das gesamte Geschäftsmodell von Miles and More auf den Kopf gestellt werden. Die Miles & More GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Lufthansa AG und ein einträgliches Geschäft für die Kranich-Airline und soll jährlich einen hohen dreistelligen Millionen Betrag zum Konzerngewinn beitragen.

Laut Miles & More ist der Partner Payback von dieser Maßnahme nicht betroffen, eine Konvertierung von Payback Punkten in Prämienmeilen ist weiterhin möglich.

Titelfoto: @rob_is_in_the_air

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