Marriott Bonvoy verlängert Status erneut und führt flexible Einlösewerte ein
Foto: Jonathan Kemper / Unsplash

Große Veränderungen bei Marriott Bonvoy: Statusverlängerung und flexible Einlöseraten statt Prämientabelle

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Solltest du Marriott-Loyalist sein, gibt es eine Reihe von bemerkenswerten Neuigkeiten. Schon seit längerem wurde es gemunkelt, nun hat sich das Gerücht tatsächlich bewahrheitet: Marriott Bonvoy wird sein Programm auf flexible Einlöseraten umstellen.

Du hast richtig gelesen, ab März 2022 (das genaue Datum folgt erst noch) entfernt die Hotelgruppe ihre Prämientabelle mit festen Einlöseraten. Damit können Hotels ihre Prämienpreise Nacht für Nacht anpassen. Bis März 2022 bleibt immerhin noch ein wenig Zeit, um Prämiennächte zu den aktuellen Preisen zu sichern und die meisten (aber nicht alle) Hotels werden voraussichtlich bis 2022 nur Prämiennächte innerhalb der Neben- und Hauptreisezeiten ihrer aktuellen Kategorie anbieten.

Danach werden die Preise dann deutlich schwanken, da es keine feste Preistabelle mehr geben wird.

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Es gibt aber nicht nur schlechte Neuigkeiten, denn Marriott Bonvoy hat auch eine Handvoll Erweiterungen und Verbesserungen seiner Vorteile angekündigt hat. Zuallererst wird das Treueprogramm den Elite-Status aller Mitglieder 2021 um ein weiteres Jahr verlängern, unabhängig davon, wann er ursprünglich erreicht wurde. Darüber hinaus wird der Verfall der Punkte bis zum nächsten Jahr pausiert und Suite Night Awards erhalten eine sechsmonatige Verlängerung. Auch Gratisübernachtungen werden verlängert und flexibler.

Hier findest du alles Wissenswerte zu den jüngsten Änderungen bei Marriott und wie sich diese auf deine zukünftige Marriott Bonvoy-Strategie auswirken könnten.

Marriott entfernt Prämientabellen und stellt auch flexible Einlöseraten um

Marriott Bonvoy Gold Elite Status mit der American Express Platinum Card
Foto mit freundlicher Genehmigung von Domes Zeen Chania – A Luxury Collection Hotel

Schauen wir uns zuerst die schlechte Nachricht an: die Preisgestaltung von Prämiennächten wird bei Marriott Bonvoy in Zukunft deutlich unberechenbarer sein.

Derzeit werden die Punkteraten für Prämiennächte auf der Grundlage einer festgelegten Prämientabelle berechnet. Jedem Hotel wird eine Kategorienummer zugewiesen, wobei es Neben-, Standard- und Spitzenpreise gibt. Dadurch haben Mitglieder immer eine ungefähre Vorstellung davon, wie viele Punkte Sie für eine Prämiennacht ausgeben. Ein Marriott-Hotel der Kategorie 6 kostet beispielsweise 40.000 Punkte pro Nacht zur Nebensaison, 50.000 an Standarddaten und 60.000 in der Hauptsaison. Die Bandbreite ist also festgeschrieben und bekannt.

Dies wird sich ab März 2022 ändern, wenn die Marriott Bonvoy Prämientabellen und -kategorien gegen flexible Einlöseraten ersetzt werden, die dann die Tagespreise eines jeden Hotels genauer widerspiegeln. Laut Marriott sollen sich aber die Punkteraten für Aufenthalte in 2022 von rund 97 % aller Marriott-Hotels effektiv innerhalb der aktuellen acht Kategorien bewegen, wobei die Preise voraussichtlich nur innerhalb der aktuellen Neben- und Hauptreisezeiten schwanken werden. Jedes Hotel kann jedoch jede Nacht innerhalb dieses Bereichs seine eigenen Punktepreise festlegen. Ein Marriott der Kategorie 6 könnte beispielsweise in einer Nacht 41.000 Punkte und in der nächsten 57.000 Punkte kosten.

Das ist ein ähnliches System, wir wir es bereits seit einigen Jahren von Hilton Honors kennen.

Das bedeutet, dass bei weniger als 3 % der Hotels die Einlösungsraten in 2022 in einem höheren Bereich liegen werden als in der aktuellen Prämientabelle. Für Aufenthalte nach 2022 werden die Raten dann stärker an die Hotelpreise angepasst, wie Marriott mitteilt.

„Die Tarife werden den Hotelraten ähneln und den Mitgliedern mehr Flexibilität und Optionen bieten, um unser Portfolio zu erkunden, wenn sie Punkte für Aufenthalte einlösen“, erklärte dazu eine Marriott-Sprecherin.

Es bedeutet aber auch, dass wir während der Ferien und während der Hauptsaison an beliebten Touristenzielen deutlich höhere Prämienraten als bisher sehen können. Das könnten etwa Santorini, Mykonos oder die Malediven sein. Ein Effekt, den man bereits bei anderen Treueprogrammen mit einem ähnlich flexiblen und dynamischen Preissystem beobachten kann.

Solltest du bevorzugt während der Hauptsaison reisen, kann dies den Wert deiner Marriott Punkte erheblich senken. Außerdem dürfte deutlich schwerer sein – ohne eine feste Tabelle als Grundlage, einen realen Wert für deine Punkte und deine Sammel-/Einlöse-Strategie zu ermitteln.

Natürlich kann es auch möglich sein, dass einige Hotel aufgrund geringer Nachfrage niedrigere Punkteraten als bisher anbieten. Hier wird allein die Zeit zeigen, wie sich diese Änderungen in der Praxis auswirken.

Elite-Status, Upgrades und Punkte verlängert

Pool im JW Marriott Venice Woche der Wunder Erlebnis
Foto mit freundlicher Genehmigung von Marriott International

Die anderen Marriott Neuigkeiten drehen sich um die Verlängerung von Status, Punkten und Übernachtungsgutscheinen. Marriott hatte 2019 erstmalig den Elite-Status kurz nach Beginn der Pandemie verlängert, als das Reisen weltweit zum Erliegen gekommen war. Jetzt wird der Elite-Status aller Marriott Bonvoy Mitglieder erneut bis Februar 2023 verlängert, unabhängig davon, wann er ursprünglich erreicht wurde. Es besteht also kein Grund zur Panik, wenn du dich dieses Jahr nicht erneut für den Status qualifiziert hast.

Darüber hinaus setzt Marriott den Verfall von Punkten bis zum 31. Dezember 2022 aus. Normalerweise verfallen Marriott Bonvoy Punkte nach 24 Monaten ohne eine Kontoaktivität, können allerdings auch problemlos verlängert werden, indem du eine beliebige Anzahl von Marriott Punkten sammelst, transferierst oder einlöst.

Auch zwei kleinere Erweiterungen wurden angekündigt. Marriott Suite Night Awards (SNAs), die zum 31. Dezember 2021 ablaufen, und Free Night Awards (FNAs), die zwischen dem 3. Januar und dem 29. Juni 2022 ablaufen, werden bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Dies umfasst alle kostenlosen Free Night Awards, einschließlich Prämien von Co-Branding-Kreditkarten und jährlichen Choice Benefits für Elite-Statusinhaber.

Alle Erweiterungen werden automatisch in den Mitgliedskonten angezeigt. Trotz der anhaltenden Erholung im Reiseverkehr ist es großartig zu sehen, dass Marriott weiterhin ihre treuen Kunden und die Auswirkungen der Pandemie auf die angepasste Reisenachfrage im Blick hat.

Kostenlose Übernachtungszertifikate werden flexibler

Eine weitere überwiegend positive Nachricht gibt es für die Verwendung der Free Night Awards – diese lassen sich zukünftig flexibler einsetzen.

Bald können Mitglieder kostenlose Nächte mit bis zu 15.000 Punkten von ihrem Konto aufwerten. Nach der aktuellen Tabelle macht diese Änderung Gutscheine für Gratisübernachtungen deutlich flexibler und nutzbarer. Dies gilt insbesondere in teureren Städten, in denen es schwierig ist, eine kostenlose Übernachtung für 35.000 Punkte oder weniger zu finden.

Sobald Marriott jedoch auf flexible Einlösewerte umstellt, die sich dann täglich ändern können, macht eine einer Aufwertung um 15.000 Punkte das Zertifikat möglicherweise etwas nutzbarer.

Endeffekt

Die Umstellung von Marriott auf flexible Einlöseraten ist etwas, das viele Bonvoy-Mitglieder schon länger befürchtet haben.

Die gesamte Branche hat sich in den vergangenen Jahren in diese Richtung bewegt, so haben auch Hilton Honors und IHG Rewards auf flexible Einlöseraten umgestellt. In beiden Programme gibt es seither relativ hohe und unkalkulierbare Preise für Prämienübernachtungen und die Befürchtung liegt nahe, dass wird bei Marriott Bonvoy dasselbe erleben werden.

Wie sich die Änderungen auf die Prämienpreise konkret auswirken, werden wir erst im März erfahren, wenn die Umstellung tatsächlich beginnt. Wir werden es auf jeden Fall genau beobachten und dich über die Entwicklung informieren, aktuell solltest du die Zeit nutzen und Prämiennächte zu den bekannten Preisen buchen.

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