Mehrheit der Aktionäre stimmt für Lufthansa Rettungspaket

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Lufthansa ist gerettet – Mehrheit der Aktionäre stimmt für Hilfspaket

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Die Lufthansa kann weiterfliegen – die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG haben für das Rettungspaket des Bundes gestimmt. Der entsprechende Vorschlag erhielt bei außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag eine deutliche Mehrheit von 98,04 Prozent der Stimmen.

Das Hilfspaket sieht Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite für die Lufthansa von bis zu 9 Milliarden Euro vor. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik wird Stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutschen Lufthansa AG leisten.

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Teil des Lufthansa Rettungspakets ist außerdem eine Kapitalerhöhung von rund 300 Millionen, durch die der Staat eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG aufbaut. Für den Fall einer feindlichen Übernahme könnte der Staat weitere Anteile aktivieren, um eine Sperrminorität zu erreichen.

Dieser Kapitalerhöhung wurde bei der heutigen Hauptversammlung zugestimmt. Ebenso stimmten die Aktionäre für die Einräumung von zwei Umtauschrechten für Teile der Stillen Einlagen. Diese Umtauschrechte sollen einerseits den Bund gegen eine Übernahme der Lufthansa und darüber hinaus die Zinszahlungen für die Stille Einlage absichern. Beide Umtauschrechte können beim Eintritt dieser Bedingungen in jeweils weitere fünf Prozent am Grundkapital der Gesellschaft gewandelt werden. Ergänzt wird das Paket durch einen Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro unter Beteiligung der KfW und privater Banken.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG sagt: „Die Entscheidung unserer Aktionäre sichert der Lufthansa eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft. Im Namen unserer 138.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich der deutschen Bundesregierung und den Regierungen unserer weiteren Heimatländern für Ihre Bereitschaft, uns zu stabilisieren. Wir Lufthanseaten sind uns unserer Verantwortung bewusst, die bis zu 9 Milliarden so schnell wie möglich an die Steuerzahler zurückzuzahlen.“

Durch den Beschluss der Hauptversammlung ist die Liquidität des Unternehmens nachhaltig gesichert. Die Unternehmen der Lufthansa Group arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Geschäftstätigkeit wieder hochzufahren, heißt es in einer Konzernmitteilung. So werden die Flugpläne der Airlines in den kommenden Wochen weiter konsequent ausgebaut. Anfang kommender Woche wird der Flugplan für die nächsten Wochen veröffentlicht. Danach sollen bis September wieder 90 Prozent aller ursprünglich geplanten Kurzstreckenziele und 70 Prozent aller Langstreckendestinationen in das Programm aufgenommen werden.

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Die außerordentliche Hauptversammlung wurde aufgrund der Corona-Regelungen online durchgeführt. Etwa 30.000 Aktionären nahmen teil, was 39,0 Prozent des Grundkapitals entspricht.

Vor Beginn der Hauptversammlung hatte bereits die Europäische Kommission das Stabilisierungspaket genehmigt. Über die Freigabe der Stabilisierungsmaßnahmen in den weiteren Heimatmärkten der Lufthansa Group soll zeitnah entschieden werden.

Weltweit leidet die Reise- und Tourismusindustrie besonders Stark unter den wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Auch der Lufthansa Konzern war durch den Nachfragerückgang in Folge der Reisebeschränkungen in finanzielle Bedrängnis geraten. Während des Höhepunktes der Pandemie war der europäische Flugverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Ohne das Rettungspaket von neun Milliarden Euro hätte Lufthansa laut Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley zufolge „in den nächsten Tagen“ die Insolvenz anmelden müssen. Eine Alternative zum Hilfspaket mit Einstieg des Staates bei Lufthansa wäre ein Schutzschirmverfahren gewesen.

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Titelfoto mit freundlicher Genehmigung mpalis via BigStock

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