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Stars rufen zum Boykott der Luxushotels The Dorchester Collection auf, die dem Sultan von Brunei gehören. Auslöser ist die umstrittene Strafrechtsreform, die Homosexualität mit Steinigung bestrafen kann.

Luxushotels sind eigentlich ein Ort des unbegrenzten Hedonismus, ob mit faules Relaxen, ungehemmte Schlemmerei oder ungebremsten (Party)-Exzesse. Der Aufruf eines Hollywood-Stars bestimmte Häuser zu meiden, ist da eher ungewöhnlich. Goerge Clooney, der sich seit mehreren Jahren weltweit für Menschenrechte engagiert, hat jedoch zum weltweiten Boykott von Hotels der Gruppe The Dorchester Collection aufgerufen.

Zu den neun Hotels zählen namenhafte Luxushotels wie das berühmte Beverly Hills Hotel in Los Angeles, Plaza Athénée in Paris, natürlich London’s Dorchester und 45 Park Lane oder auch das Hotel Eden in Rom. Allesamt Eigentum der der Brunei Investment Agency, also der Staatsfond des südostasiatischen Königreichs. Hintergrund ist die international kritisierte Strafrechtsreform Bruneis, die heute in Kraft tritt. Die neuen an der Scharia orientierten Gesetze umfassen die Amputation von Händen und Füßen für Diebe. Vergewaltigung und Raub sollen danach ebenso mit dem Tod bestraft werden, wie die Lästerung des Propheten Mohammed. Homosexuellen Männern droht die Todesstrafe durch Steinigung, Frauen, die gleichgeschlechtlichen Sex haben, müssen mit einer Höchststrafe von 40 Stockhieben oder zehn Jahren Gefängnis rechnen.

Nicht zum ersten Mal wird die Dorchester Collection kritisiert. Bereits im Jahr 2014, als der Sultan mit dem Praktizieren der Scharia begann, boykottierten viele Branchenvertreter und Organisationen die beiden LA-Hotels der Gruppe, das Bel-Air und das Beverly Hills Hotel. „Es war bis zu einem gewissen Punkt effektiv“, sagte Clooney, aber die Empörung ging zurück und die Welt zog weiter. Doch nun unterstützen auch andere bekannte Persönlichkeiten wie Sänger Elton John den Aufruf und auch Reise-Blogger und Influencer wie Brain Kelly („The Points Guy“) nutzen ihre Reichweite, um gegen das Scharia-Gesetz zu protestieren.The Dorchester Collection Hotel Boykott Brunei

Selbst ein finanzieller Verlust dürfte an der Politik des regierende Sultan Hassanal Bolkiah aber kaum etwas ändern. Durch Öl- und Gasexporte seines Landes zählt dieser mit einem Privatvermögen von rund 20 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Männern der Welt. Auch wird jemand, der in einem 1800 Zimmer großen Palast lebt und sich in einem mit 24-Karat Gold verkleideten Rolls Royce durch die Gegend chauffieren lässt, sich kaum von dem medialen Aufschrei beschämen lassen.

Wie sollte man als verantwortungsbewusster Reisender nun reagieren? Natürlich kann man nicht wegschauen, aber aufgrund der Preise werden die wenigsten von uns wohl regelmäßig in einem Dorchester-Hotel zu Gast sein. Dazu drängt sich gleichzeitig auch die Frage auf, wie heuchlerisch ein solcher Protest eigentlich ist. Menschenverachtende Gesetze, Strafen und staatliche Diskriminierung gegen Homosexuelle gibt es nicht nur in Brunei, doch kann man die aktuelle Gesetzesreform kritisieren und gleichzeitig mit arabischen Airlines wie Emirates oder Qatar Airways fliegen oder seinen Urlaub auf den Malediven verbringen? Es spielt in diesem Fall einfach keine Rolle, denn bei einer so rückwärtsgerichteten Politik und offenen Intoleranz kann es nur ein klares „Ja“ geben, weshalb jeder Mensch mit Anstand diesen Protest unterstützen muss. Daher ist das Teilen des Aufrufs über Soziale Netzwerke mindestens genauso wichtig, wie selbst dort nicht zu übernachten oder sich für das nächste Instagram-Shooting in Bevelly Hills einen anderen Spot zu suchen. Dadurch werden Banken, Finanziers und die Institutionen in ihre moralische Verantwortung genommen und vielleicht dazu bewegt, ihre Geschäfte mit Brunei zu überdenken.

Fotos: ©DorchesterCollection

Keine Toleranz für Intoleranz  – Gleichgeschlechtliche Liebe akzeptieren, Dorchester Collection boykottieren!

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